Kienbaum Schweiz veröffentlicht Prognose für Gehaltsentwicklung für 2027
Zürich, 25. September 2026 – Die an der Gehaltsentwicklungsprognose teilnehmenden Schweizer Unternehmen rechnen für 2027 im gewichteten Durchschnitt mit einer nominalen Gehaltsentwicklung von 1.1 Prozent. Das liegt rein rechnerisch 0.5 Prozentpunkte über der Inflationsprognose des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) von 0.6 Prozent. 83 Prozent planen stabile oder höhere Personalkostenbudgets. 57 Prozent wollen High Performer und Schlüsselpositionen priorisieren. Die Angaben zu Gehaltsentwicklung, Budgets und Priorisierung spiegeln die Erwartungen der Unternehmen wider – nicht bereits beschlossene oder realisierte individuelle Gehaltsanpassungen.
Die Kernaussage
Die befragten Schweizer Unternehmen erwarten eine moderate nominale Gehaltsentwicklung. Gleichzeitig planen 83 Prozent, ihre Personalkostenbudgets stabil zu halten oder zu erhöhen; eine Mehrheit von 57 Prozent will Gehaltserhöhungen auf High Performer und Schlüsselpositionen kon-zentrieren. Die Angaben zu Budgets und Priorisierung lassen keinen direkten Schluss auf individuelle Gehaltserhöhungen zu.
Nominale Gehaltsentwicklung von 1.1 Prozent – rechnerisch 0.5 Prozentpunkte über der SECO-Inflationsprognose
Die erwartete nominale Gehaltsentwicklung in der Schweiz liegt 2027 im gewichteten Durchschnitt bei 1.1 Prozent. Der Wert entspricht dem gewichteten Durchschnitt der Angaben der teilnehmenden Schweizer Unternehmen. Die Vergleichswerte nach Hierarchieebene basieren auf gewichteten Durchschnittsdaten der einzelnen Ebenen. Gegenüber der zugrunde gelegten SECO-Inflationsprognose von 0.6 Prozent ergibt sich rechnerisch ein Abstand von 0.5 Prozentpunkten. Dieser Abstand ist keine gemessene oder bereits realisierte Reallohnentwicklung und nicht mit einer einheitlichen Erhöhung für alle Mitarbeitenden gleichzusetzen.
Die Unterschiede zwischen den Hierarchieebenen fallen gering aus:
• Top Management: 0.9 Prozent
• Senior Management: 1.0 Prozent
• Middle Management: 1.1 Prozent
• Lower Management: 1.1 Prozent
• Spezialist:innen und Fachkräfte: 1.1 Prozent
High Performer und Schlüsselpositionen im Fokus
In der Schweiz planen 57 Prozent der befragten Unternehmen, Gehaltserhöhungen auf High Performer und Schlüsselpositionen zu konzentrieren. Die Angabe beschreibt eine geplante Priorisierung innerhalb der Gehaltsrunde und bedeutet nicht, dass diese Gruppen pauschal höhere Gehaltserhöhungen erhalten.
Arbeitsmarkt entspannt sich teilweise – Gehaltsdruck bleibt bestehen
Aus Sicht von 55 Prozent der befragten Unternehmen lassen sich offene Stellen leichter besetzen als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig geben 70 Prozent an, dass der Druck auf wettbewerbsfähige Gehälter bestehen bleibt. Die Daten zeigen damit eine teilweise Entspannung bei der Rekrutierung, während der Druck auf Gehälter bestehen bleibt.
Mehrheit der Unternehmen hält Personalkostenbudgets stabil oder erhöht sie
83 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen planen, ihre Personalkostenbudgets ins-gesamt stabil zu halten oder zu erhöhen. Die Angabe bezieht sich auf das gesamte Personalkostenbudget und lässt daher keinen direkten Schluss auf individuelle Gehaltserhöhungen zu. Ein Rückgang des Personalkostenbudgets kann zudem durch eine Reduktion der Mitarbeiterzahl entstehen und bedeutet nicht automatisch, dass das betreffende Unternehmen keine Lohnrunde durchführt.
«Pay for performance is back. Der Trend setzt sich fort, wonach Unternehmen die Gehaltsrunde vermehrt zur Retention von High Performern und Schlüsselpositionen einsetzen. Dies ist nicht zuletzt auf den sich entspannenden Arbeitsmarkt zurückzuführen.»
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